Seelsorge

Getrost Altwerden auf dem Fundament des Glaubens – Seelsorge als “der andere” Qualitätsbaustein

Seelsorge als Teil des Pflegealltags

Morgens gewaschen werden und die Dankbarkeit über einen gesunden Schlaf teilen. In die Kleider helfen und das Leben bedenken – in der Pflege geht es nicht nur um den Körper, sondern auch um die Seele.

Der Mensch ist mehr als die Summe seiner körperlichen Befindlichkeiten. Pflegerische und menschliche Kompetenz und christliche Nächstenliebe zeichnen die Pflegenden in unseren Einrichtungen aus. Wache Augen, Ohren und Herzen nehmen bei der alltäglichen Pflegeroutine auch seelische Veränderungen wahr und fragen nach. Teamgespräche machen die besonderen Nöte Einzelner zum Thema und forschen nach Lösungen für ganz konkrete Probleme. Krankheitsbedingte Veränderungen in der Persönlichkeit finden ein besonderes Verständnis. Aus der Sprachlosigkeit und über Einschränkungen der Sinneswahrnehmungen hinweg wird nach Wegen gesucht. Auch in unabwendbarem Leid stehen Mitarbeitende in Pflege und Betreuung den Menschen zur Seite und halten bei ihnen aus.

Zur Unterstützung stellen sie den Kontakt zu Geistlichen aus den Kirchengemeinden und zu ehrenamtlichen Besuchsdiensten her. Auf dem Weg zum Sterben sind sie Begleitung und bitten ehrenamtliche Sterbebegleitungsdienste um ihr Dabeisein, Geistliche um Sterbesegen und Krankensalbung.

Seelsorge als Angebot der Gemeinde in den Einrichtungen

Gottesdienst im Festsaal oder in der Cafeteria, Wohnbereichsandachten für Menschen mit Demenz. Abendmahlsfeiern und Krankensalbungen am Pflegebett – Seelsorgende aus den Kirchengemeinden vor Ort sind in den Häusern präsent. In weiteren Einrichtungen setzen speziell beauftragte Altenheimseelsorgende einen seelsorglichen Schwerpunkt.

Besuche in der Zeit des Einlebens, Gespräche über Gott und die Welt, aber auch über persönliche Probleme, ein offenes Ohr für Ängste und Sorgen, mit denen man vielleicht niemand anderen belasten will, tröstliche Begleitung in Zeiten von Verlust und Trauer, ein gemeinsames Gebet, ein tröstliches Lied, der Segen für Sterbende – die Kontakte der Seelsorgenden haben dabei viele Anlässe.

Immer wieder geht es darum, die richtigen Worte und Gesten zu finden, die die Menschen bei den Herausforderungen des Altwerdens stärken und ihnen die Gewissheit des Glaubens vermitteln. Denn Gott verspricht: “Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.” (Jesaja 46,4).

Seelsorge als „der andere“ Qualitätsbaustein

Getrost Altwerden auf dem Fundament des Glaubens – die Altenheimseelsorge ist „der andere“ Qualitätsbaustein, der für uns das evangelische Profil unterstreicht.